Nähe ist Teil der Arbeit
Rashid Hamid zeigt auf TikTok unter **@pflege.smile** einen Beruf, der in öffentlichen Debatten häufig auf Personalmangel, Dienstpläne und Kosten reduziert wird. Der ausgebildete Altenpfleger gründete 2021 in Hamburg einen eigenen ambulanten Pflegedienst. In seinen Videos stehen dagegen die Menschen im Mittelpunkt: Gespräche, Humor, kleine Rituale und die Frage, wie Pflegebedürftige ihren Alltag möglichst selbstbestimmt erleben können.
Im Gespräch mit **WEB.DE** beschreibt Hamid Pflege als eine Arbeit, die die Gesellschaft aufrechterhält. Der Beitrag nennt jeweils mehr als eine Million Follower auf TikTok und Instagram. Entscheidend ist jedoch nicht die Reichweite, sondern was sie sichtbar macht: professionelle Pflege besteht neben medizinischen und organisatorischen Aufgaben auch aus Vertrauen, Geduld und verlässlicher Beziehung. Hamid spricht dabei ebenso über schwierige Seiten des Systems und verklärt den Beruf nicht.
Ein Interview der ARD-Reihe **„deep und deutlich“** zeichnet seinen Weg nach: Mit 16 begann er ein Praktikum in der Altenpflege; schon am ersten Tag starb eine Bewohnerin. Er blieb dennoch bei dem Beruf. Im Gespräch erklärt er, weshalb das schlechte Image der Pflege seiner täglichen Erfahrung nicht gerecht wird und welche strukturellen Veränderungen nötig sind.
Sein Content ersetzt weder Ausbildung noch individuelle Pflegeberatung. Er öffnet aber ein Fenster in einen Beruf, dessen Leistung oft erst auffällt, wenn Angehörige selbst Unterstützung brauchen. Genau darin liegt die gesellschaftliche Bedeutung dieses Kanals.
**Quellen:** [WEB.DE: Rashid Hamid über den Pflegeberuf](https://web.de/magazine/politik/inland/rashid-hamid-beruf-halten-gesellschaft-aufrecht-41777182), [ARD: Rashid Hamid bei „deep und deutlich“](https://www.ardmediathek.de/video/deep-und-deutlich/altenpfleger-und-bester-freund-in-einem-oder-rashid-hamid-im-talk/ndr/Y3JpZDovL25kci5kZS8xY2VkNDc3MS1mYzc0LTRhOTMtODRlNy0zMjIzNTU3MzcyMmItMg)
*Transparenz: Dieses Porträt basiert auf den verlinkten Interviews und öffentlich zugänglichen Profilangaben; Cliporia hat kein eigenes Interview geführt.*


